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Abteilung Schwimmen

Schwimmen beim SC 13

Masters EM Šamorín

Eine außergewöhnliche Saison geht außergewöhnlich zu Ende. Bewusst war das den beiden Trainer der Wettkampfmannschaften, Katja und Niko, mit der Meldung im März zur Masters Europameisterschaft in Šamorín, Slowakei nicht.

Aber was war schon normal in der Saison 25-26. Knapp 2500 „Aktive“ Sportler ab AK 20 bis AK 90! aus ganz Europa haben sich in der gigantischen Sportarena X-Bionic Sphere,

im Jahr 2015 nach Plänen des deutschen Arno Gego erbaut und etwa 20 Minuten von Bratislava entfernt, in den verschiedenen Wettkämpfen und Staffeln unter Beachtung der Pflichtzeiten gemessen.

Die Vorbereitung lief, wie die Saison, sehr kurios, bedingt durch die verschiedenen Einsätze. Neben Orga, Kampfrichter (u.a. JEM-München, DJM Berlin),

sowie den üblichen und unüblichen Wettkampffahrten (Road to DJM, Finals, …), war mindestens einmal die Woche im Wasser ein Muss, dazu gezieltes Krafttraining. 

Montag 17.08., letztes motiviertes Training, leckeres Pizza-Essen, Koffer zu, fertig. Dachten wir, bis eine Nachricht unserer Kampfrichter Obfrau des DSV kam.

Es herrscht Kampfrichtermangel in Šamorín, wenn ihr wollt…es dauerte 10 Minuten, dann waren im Koffer weiße Schuhe, Hose und Gürtel mit Kampfrichterlizenz für einen Einsatz am eigentlichen „freien Tag“,

ursprünglich für Ankommen und Sightseeing verplant. Somit hieß es am Mittwoch aufstehen, frühstücken und um 8 Uhr, ordentlich angezogen, zur Kampfrichtersitzung.

Diese war, gehalten in Englisch, erstaunlich locker und fast schon familiär. Nichts Neues oder Besonderes, da man mit Altersklassensportlern wie auch Para Sportlern bereits Erfahrung hatte.

Die Kollegen u.a. aus der Tschechei, Türkei, Österreich, Liechtenstein, Niederlande, Großbritannien, Rumänien sehr nett, hilfsbereit und souverän.

Eine sehr gute Verpflegung ließ den „freien Tag“ mit der ganzen gewonnen Erfahrung mehr als verschmerzen.

Am Donnerstag wurde es dann ernst: Call Room, Anmeldung, Stühlerücken bis zum letzten Call Room, bisher nur die Erfahrung im Kampfgericht, jetzt alles am eigenen Leib zu erfahren, Aufregung und Nervosität pur.

Gleich der erste Wettkampf am Morgen 100 m Brust für Niko. Auf einen guten Start folgte eine sehr gute Tauchphase, mit den Ersten starken 50m in 36,35, gute Wende mit Tauchphase und gefühlt langen 50 m wieder zurück.

Am Ende alles aus sich rausgeholt und in Bestzeit mit 1:19,91 als 18. angeschlagen. Strahlend kam er aus dem Wasser und ging erst einmal in die 25 m Halle zum Ausschwimmen, um pünktlich zu den 50 m Rücken von Katja wieder da zu sein.

Der Start war gut, an der Tauchphase ist zu arbeiten. Zufrieden mit 45,77, deutlich schneller als beim Test im Mai und nicht Letzte, was will man mehr.

Zwei glückliche Schwimmer, die im Anschluss nach Šamorín (ca. 13.000 Einwohner) liefen, um sich in der einzigen Eisdiele genüsslich eine Eisschokolade zu gönnen.

Glück hatte man mit dem Wetter am Vormittag, denn am Donnerstagnachmittag zog ein schweres Gewitter auf, 

der Wettkampf musste unterbrochen werden und die restlichen Läufe der 400 m Lagen Herren konnten am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein bewältigt werden.

Dafür wurde etwas eher begonnen und die Läufe zusammengeschoben, damit am Ende die Zeit wieder passt. 

Freitag begann wieder Niko mit 50 m Brust. Motiviert vom Vortag, jedoch etwas nervös, ging es sehr knapp an einer weiteren Bestzeit vorbei, mit 34,84 am Ende doch sehr zufrieden und Platz 22.

Anschließend wurde es über die 200 m Rücken dann wieder ernst für Katja. Sehr lebenslustige, motivierte Mitstreiter aus Österreich, Ungarn und Großbritannien im Lauf erwischt, die sich vor dem Start abklatschten und sich „Good Luck“ wünschten.

Den Start üben wir noch etwas, wie auch die Tauchphase. Die ersten 100 m liefen mit der 50 m Wende gut, 1:46,97 im Plan. 

Die 100 m Wende jedoch unkonzentriert oder doch, weil unter Beobachtung unserer DSV-Obfrau, nur die „Alte Oma“ Version an die Wand gezaubert, Abstoß war vorhanden.

Im Endspurt mit 3:38,96 und Platz 10, auch wieder deutlich schneller als in Erlangen, fast identisch mit der Zeit 2023 bei den Deutschen Masters in Halle und nur 5 Sekunden von der letzten Zeit/Start 2004 in Bayreuth entfernt, lt. Trainer Potential. 

Am Abend dann noch für Beide die 50 m Freistil, die Strecke mit den meisten Meldungen insgesamt männlich 51
Läufe, 493 Meldungen – weiblich 40 Läufe und 371 Meldungen. Niko zufrieden mit 27,77 und Platz 37. Katja ebenfalls sehr zufrieden mit 38,14 und Platz 31. 

Durch die gute Erfahrung und Motivation war der Entschluss nun gefasst: Budapest Juli 2027 Masters Weltmeisterschaft wir kommen.